Hormonlage

Wir unterscheiden die Hormonlagen männlich (manisch) und weiblich (depressiv).
Diesen beiden Unterscheidungen werden unterschiedliche Eigenschaften zugeordnet, die ein Individuum prägen und durch die jeweilige Geschlechterrolle in der Natur bedingt sind:

Weiblich Männlich
Depressiv Manisch
Introvertiert Extrovertiert
Ruhig Rastlos
Pessimistisch Optimistisch
Sorgen um die Gegenwart Zwanghaft zukunftsorrientiert
Melancholisch Zwanghaft glücklich
Zurückhaltend Aggressiv
(Je nach Ausprägung zu der jeweiligen Seite tendierend – also ein flüssiger Verlauf zwischen beiden Enden.)

Die Zuordnung der Hormonlage weicht manchmal vom anatomischen Geschlecht ab, so dass es auch feminine Männer und maskuline Frauen geben kann. Ebenso kann die Hormonlage auch übersteigert sein, so dass es zu übermännlichen Männern oder überweiblichen Frauen kommen kann.

Dies ist entscheidend, um das Verhalten eines Menschen einzuschätzen und seine nächstmöglichen Konflikte erwarten zu können.

Denn je nach der Rollenverteilung, in der natürlichen Hierarchie, haben die beiden Seiten feminin/maskulin völlig andere Empfindungsspektren.

Wichtig für Feminin:
Partnerschaft, eigene Identität, „Innenrevier“

Wichtig für Maskulin
Revier, Territorium, Revierpartnerin

Besonders wichtig ist hier, welche Hormonlage ein Patient zum Zeitpunkt des Konflikterlebnisses hatte.

Verändernd können wirken:
Medikamente, Operation, Wechseljahre, Schwangerschaft oder Konflikt

Eine Übersicht:

Dinge, die eine Frau maskulin machen:
1. Entfernung der Eierstöcke (Hysterektomie, Wertheim-OP)
2. Viele Chemotherapeutika (z.B. Tamoxifen)
3. Wechseljahre (Menopause, ab ca. 50 J.)
4. Menstruation
5. Hormonelle Verhütungsmittel auf Gestagen-Basis (Pille, 3-Monats-Spritze etc.)
6. Konflikte in der linken, der „weiblichen“ Revierbereichshälfte
7. Substantielle Veränderung der Eierstöcke durch Konflikt (Verlust-Konflikt)

Dinge, die einen Mann feminin machen:
1. Entfernung der Hoden (Kastration)
2. Hormonblocker-Medikamente (z.B. Aromatase-Hemmer)
3. Wechseljahre (Andropause, ab ca. 70 J.)
4. Konflikte in der rechten, der „männlichen“ Revierbereichshälfte
5. Substantielle Veränderung der Hoden durch Konflikt (Verlust-Konflikt)

Es ist offensichtlich, dass die Hormonlage bei vielen Menschen immer wieder schwankend und nicht identisch mit dem anatomischen Geschlecht ist. Sämtliche starken Wesensänderungen zwischen den beiden Polen feminin-maskulin sind hierauf zurückzuführen.

Nun ist die Hormonlage ein für die Natur wichtiges Instrument, um die Struktur einer Gemeinschaft (Rudel) zu regulieren. Denn die volle Ausprägung der dem anatomischen Geschlecht entsprechenden Hormonlage bedeutet für weibliche Individuen höchste Fruchtbarkeit und Häuslichkeit, für das männliche Individuum höchste Fruchtbarkeit und Revierverhalten.

Für ein Rudel mit mehreren gemischt-geschlechtlichen Mitgliedern wäre es undenkbar, dass alle Individuen hier die gleichen Bedürfnisse, Möglichkeiten und Wünsche hätten.

Um dies selbst zu regulieren, hat die Natur einen perfekten Mechanismus entwickelt, der es erlaubt, die Rudelmitglieder ihren jeweils idealen Rollen zuzuweisen und gleichzeitig eine unnatürliche „Amtszeit“ zu verhindern. Dafür sind die „Wechseljahre“ zuständig, die alle zum jeweils anderen Geschlecht wechseln lassen. Dieser Mechanismus funktioniert über Hemmung. So kann eine Frau nach den Wechseljahren keine Kinder mehr kriegen – da das Risiko zu groß wäre, dass die Kinder ohne Mutter aufwachsen müssen – und ein alter Mann wird seinen Anspruch auf die Führung des Rudels verlieren, da das Alter ihn nicht mehr dazu befähigen würde.

Zusatzinformationen zum Konfliktempfinden:

Je nach Hormonlage, hat man eine völlig andere Sicht auf die Welt, und andere Dinge beschäftigen oder berühren einen.
Eine Situation, die für einen maskulinen Mann sehr bedeutend ist, mag für eine feminine Frau gänzlich egal sein. Alternativ kann die Sache auch für die Frau eine große Rolle spielen, wird aber auf eine ganz andere Art und Weise interpretiert.

Durch diese Änderung der Sichtweise, kann ein Konflikt, durch eine Hormonänderung, völlig aus dem Bewusstsein einer Person verschwinden. Während man in maskuliner Ausprägung sehr auf Frauen und die Mutter fixiert ist, ist man in feminer Ausprägung sehr auf Männer und den Vater fixiert.

So kann zB. ein Vater-Konflikt für eine feminine Frau plötzlich irrelevant werden, wenn sie selbst maskuliner wird. Wird sie wieder feminin bedrückt sie wieder das Thema mit dem Vater.

Frauen haben eine natürliche permanente Änderung der Hormonlage. So sind sie während des Eisprungs am femininsten und während der Regelblutung am männlichsten.
Viele Frauen haben immer bestimmte Symptome, wenn sie gerade in einem der beiden extremen Zustände sind. Dies ist jedoch nicht auf eine direkte Einwirkung der Hormone zurückzuführen, sondern auf die andere Sichtweise, die die Person einnimmt.

Die Hormonlage wird hauptsächlich durch die Konflikte in den Revierbereichen reguliert. Zum Regelwerk der Revierbereiche