Händigkeit

Die Bedeutung der Händigkeit, Rechts- oder Linkshändigkeit, ist relevant für:
 Kleinhirn – Alt-Mesoderm
 Großhirnmarklager – Neu-Mesoderm
 Großhirnrinde – Ektoderm

Die  Stammhirn- Aktivitäten des Entoderms bleiben hiervon unberührt.
Im Stammhirn ist die Händigkeit völlig unbedeutend, da dort das Prinzip „Rechts rein, links raus“ gilt. Es ist unabhängig von der Händigkeit bei allen gleich.

Bei den meisten Konflikten ist die Händigkeit ganz entscheidend für die Beurteilung der Konfliktursache.
Ein Konfliktereignis kann bei einer Person auf zwei unterschiedliche Weisen auftreten:

1. Das lokale Konflikterlebnis ist gekennzeichnet durch einen direkten, körperlichen Zusammenhang zwischen dem in der konfliktaktiven Phase involvierten Körperteil und dem konfliktauslösenden Ereignis.
Zum Beispiel: „Eine Person/Objekt mit einer Hand festhalten, die sich dann entreißen kann“. Hier ist nur diese Hand (Innenfläche, Muskulatur die die Finger beugt – nicht festhalten können) betroffen.

2. Bei einem lateralen (eine Seite betreffenden) Konflikterlebnis empfindet die Person im gleichen Beispiel: „Eine Person/Objekt nicht festhalten zu können“. Hierbei ist es von der Händigkeit (rechts, links) abhängig, an welcher Hand sich dieses Konfliktereignis zeigt.

Eigentlich geht es um die Hirnigkeit, welche Hirnseite dominanter ist. Beim Rechtshänder ist dies die linke Hirnseite. Beim Linkshänder die rechte Hirnseite.
Zur Ermittlung der Hirnigkeit ist der Klatschtest sehr hilfreich, da diese Bewegung intuitiv geschieht und nicht antrainiert ist. So wie viele Linkshänder trotzdem mit der rechten Hand schreiben, da sie es so beigebracht bekamen, und nicht wissen, dass sie biologisch gesehen Linkshänder/Rechtshirner sind. Es fühlt sich für einen Rechtshänder „normaler“ an, mit der rechten Hand in die linke zu klatschen als andersherum.

Links Rechts
Der Linkshänder klatscht mit der linken in die rechte Hand
Der Rechtshänder klatscht mit der rechten in die linke Hand

Dieser Klatschtest ist jedoch nicht unfehlbar. So können zum Beispiel ein antrainiertes Klatschen oder motorisch relevante Sonderprogramme in einem Handgelenk eine Meidung dieser Bewegung bedingen, so dass man von dort an „andersrum“ klatscht.
Für Menschen die senkrecht klatschen empfiehlt sich die folgende Methode: man legt beide Handrücken auf die Beine und soll nun mit einer Hand in die andere liegende Hand klatschen. 
Wichtig beim ganzen Prozess ist natürlich immer, dass es instiktiv bleibt und man nicht beginnt darüber nachzudenken. 

Ein weiterer Test ist der „Babytest“. Man stelle sich vor man bekommt ein Baby gereicht (Gesicht zu Gesicht). Auf welche Schulter/Brust-Seite nimmt man das Baby? Der oder die RechtshänderIn nimmt das Kind auf die linke Seite. Linkshänder auf die rechte Seite.

Übrigens: eine Beidhändigkeit gibt es nicht. Menschen die als beidhändig bezeichnet werden sind meistens Linkshänder, da sie von Natur aus das meiste mit Links machen jedoch durch die allgemeine Rechtshändigkeit unserer Gesellschaft (viele Dinge zB. sind nur mit der rechten Hand nutzbar) auch rechts antrainiert werden. Man ist also biologisch betrachtet immer nur Rechtshänder oder nur Linkshänder niemals beides. Ebenso kann die Händigkeit sich niemals verändern.

Die Bedeutung der Händigkeit für die SBS liegt in der Interpretation der sogenannten starken (händisch relevanten) Seite als „Partnerseite“ und der sogenannten schwachen Seite als „Mutter-Kind-Seite“. Daraus folgt:
händigkeit mutter kind partner links rechts seite

händigkeit mutter kind partner links rechts seite

Die starke Seite nennt man auch „Partnerseite“. Unter ihr versteht man das „Außenrevier“, d.h. alle Personen mit denen man sich auf gleicher Augenhöhe befindet, also die den gleichen hierarchischen Rang haben wie man selbst. Dies können Feinde als auch der eigene Partner, oder irgendwelche beliebige Personen sein. Im Grunde alle außer der Mutter oder dem Kind (oder als solche Empfundene).

Die schwache Seite nennt man auch die „Mutter-Kind-Seite“. Unter ihr versteht man das „Innenrevier“, d.h. alle Personen die einem sehr nahe stehen, also Personen die hierarchisch über einem (Mutter) oder unter einem (Kind) stehen. Kind steht also für Schutzbefohlene (können auch Tiere sein) und Mutter für Beschützer. Die Bezeichnung „Mutter-Kind-Seite“ ist wie der Begriff „Partnerseite“ dabei eine starke Vereinfachung und streng genommen nicht richtig. Jedoch ist der Bezug in den allermeisten Fällen zum Kind oder der Mutter.
Übrigens: auch ein Projekt kann als Kind empfunden werden. Ebenso das eigene Heim, das biologische Nest, ist auf der „Mutter-Kind-Seite“, da dies der Bereich ist, in dem der Schutz der Kinder stattfindet.

Wichtig für „wer-was-ist“, ist die persönliche Einschätzung. So kann ein heranwachsendes Kind von der Mutter-Kind-Seite auf die Partner-Seite wechseln, oder der zu pflegende Vater wieder auf die Mutter-Kind-Seite, weil er als Kind empfunden wird. Die Tochter kann im Moment eines Streites auch als Rivalin/Partner wahrgenommen werden.
Zu beachten ist auch, dass der Informationsaustausch zwischen Gehirn und Organ meist gekreuzt ist (es gibt auch Ausnahmen – siehe Herz), d.h. die linke Hand wird von der rechten Gehirnhälfte gesteuert. Somit ist der Hamersche Herd bei einer rechtshändigen Mutter, die ein Konfliktereignis mit ihrem Kind empfindet, auf der rechten Gehirnseite zu finden und die Auswirkung auf der linken („schwachen“) Organseite.

Beispiel: Die rechtshändige Frau hat einen Milchdrüsenwachstum in der linken Brust. Das heißt, sie hat einen Sorge-/Streitkonflikt. Da ihre linke Seite betroffen ist und sie Rechtshänderin ist, ist das Wachstum auf der Mutter/Kind-Seite. Somit ist es eine Sorge- oder Streitsituation mit einer als Kind oder Mutter empfundenen Person (oder Tier), zum Beispiel die Tochter, die ihren Job verloren hat oder der Sohn, der droht in der Schule sitzen zu bleiben.
Hätte sie das Wachstum der Milchdrüsen in der rechten Brust wäre der Streit-/Sorge-Konflikt beim Partner oder anderen gleichgestellten Figuren zu suchen.

Eine Person kann auch beidseitig empfunden werden. Zum Beispiel zu 70% als Kind und 30% als Rivale. Die Symptome am entsprechenden Organ sind entsprechend stark ausgeprägt.