Regelwerk Entoderm

Im Entoderm geht es um sehr primitive und archaische Bedürfnisse, die völlig unintellektuell wahrgenommen werden. Die Organe dienen dementsprechend dem blanken Überleben. Es geht dabei hauptsächlich um die Nährstoffzufuhr des Körpers.

Themen die mit dem Selbstwert, der eigenen Leistungsfähigkeit oder mit Beziehungen zu anderen Lebewesen zu tun haben, finden sich allesamt im Neuhirn. Im Entoderm spielt all jenes keine Rolle. Es geht nur um die Fragestellung, ob man in Sicherheit ist, ob eine Gefahr lauert und ob man genug Nährstoffe zur Verfügung hat. Auch wichtige Bestandteile der Fortpflanzung und Arterhaltung liegen hier.

Automatische Körperfunktionen, die auch im Schlaf oder in Ohnmacht funktionieren, wie die unbewusste Atmung und viele Bestandteile des Herzens, werden ebenso zur Gruppe des Entoderms gezählt, da diese Prozesse auch vom Stammhirn gesteuert werden (bzw. von der unteren Mittelhirnhälfte).

Um die Organe des Entoderms und ihre zugehörigen Sinnvollen Biologischen Sonderprogramme (SBS) zu verstehen, bedarf es eines Verständnisses der Embryonalentwicklung. Denn noch immer funktioniert alles nach dem ursprünglichen „Bauplan“.

1. Ursprüngliche archaische Ringform

Im Rachen haben die „linken“ und „rechten“ entodermalen Organe unterschiedliche biologische Aktivierungen und Funktionen. Bei den „rechten“ entodermalen Organen des einführenden Schenkels geht es um die Aufnahme von Nährstoffen. Bei den „linken“ entodermalen Organen, jenen des ausführenden Schenkels, geht es um die Abgabe der Stoffwechselendprodukte.

Das schlüssigste Erklärungsmodell, wie es dazu kam, bildet die ursprüngliche archaische Ringform.

Nach dieser gab es in der Entwicklung zunächst nur einen Schlund, durch den die Nahrung aufgenommen wurde und – nach Durchlaufen des Magen-Darm-Trakts – wieder ausgeschieden wurde. Es gibt viele Tiere, die (noch?) nach diesem Schema funktionieren. Dies ist eine rein schematische Darstellung dieses Prinzips: ursprüngliche archaische ringform urmund urschlund schlundtier  verdauungstrakt rachen links rechts brocken rein raus Der gelbe „Knödel“ beim einführenden grünen Pfeil steht symbolisch für den „begehrenswerten Brocken“. Also rein biologisch betrachtet für einen notwendigen bzw. begehrenswerten Nahrungsbrocken. Das Häufchen steht für die Ausscheidungsprodukte.

Zunächst gab es also eine einzige Öffnung für die Aufnahme aller Nährstoffe und Abgabe aller Endprodukte.

Später in der Embryonalentwicklung erfolgt ein Aufriss am Ende des Darms, durch den wir heute unsere Exkremente ausscheiden.

Hier eine rein schematische Abbildung dieses Aufrisses: ursprüngliche archaische ringform urmund urschlund schlundtier  verdauungstrakt rachen links rechts brocken rein raus Der übriggebliebene Teil des ausführenden Schenkels – die linke Hälfte des Rachens – reagiert somit noch immer auf die Ausscheidung.

Die Drüsen der linken Hälfte des Rachenraumes sind somit noch immer für die Ausscheidung, also das Loswerden giftiger oder unnützer Substanzen, zuständig.

Real wird das Loswerde-Bedürfnis des heutigen Rachens jedoch nur noch über das Erbrechen geregelt. Dabei werden die Speicheldrüsen im Rachen direkt sehr aktiv und produzieren viel Speichel. Die Motorik der Speiseröhre kehrt sich dabei um.

Dies wird vorallem deutlich durch die Verteilung der jeweiligen Steuer-Relais im Stammhirn.

Man erkennt den Kreislauf, in dem die Anordnung der Organe genau der im Verdauungstrakt entspricht (1. bis 16.) Und man sieht, die Relais für die Drüsen der linken Rachenhälfte liegen alle linkshirnig (16.), und die der rechten Rachenhälfte alle rechts (1.). Die linke Rachenhälfte (16.) folgt gemäß dem Stammhirn also kurz auf das Rektum (15.). Der Pfeil zeigt die „Brockenrichtung“ (der Weg den der Brocken nimmt; Aufnahme bei 1., Abgabe bei 16.) Der gestrichelte Pfeillinie zeigt die „Brockenrichtung“ (den Weg, den der Brocken nimmt; Aufnahme bei 1., Abgabe bei 16.). Den Mund muss man sich in der Darstellung also ganz mittig unten vorstellen.

Stammhirn ursprüngliche arschaische ringform schlundtier urschlund  urmund verdauungstrakt rachen links rechts brocken rein raus (Viele Relais und Beschreibungen wurden der Einfachheit halber aus der Grafik entfernt; die detailierte Darstellung gibt es hier)

Eine weitere Beobachtung, die die These der archaischen Ringform stützt, ist die Verteilung des vegetativen Nervensystems am Rückenmark. Die sympathicotonen (Sympathikus) Funktionen liegen alle in der Mitte.Die Vagotonen (Parasympathikus) an den Rändern, quasi bei Rachen und Rektum. Es ist vorstellbar, dass auch dort Rachen und Rektum ursprünglich ringförmig zusammen gehörten. rückenmark  sympathikus sympathicoton parasympathikus vagus vagoton nervensystem  vegetativ autonom vegetativum ringform

2. Rachenraum

Aus der ursprünglichen archaischen Ringform ergeben sich folglich die unterschiedlichen Konfliktinhalte der entodermalen Drüsen des Rachens. Die rechte Rachenhälfte steht somit für begehrenswerte „Brocken“, die man bekommen muss um zu überleben. Die linke Hälfte steht für „Brocken“, die man loswerden muss. Es geht um „Brocken“, die keinen nährenden Nutzen mehr haben, da es dort biologisch nur noch um Exkremente geht, die es durch erhöhte Sekretion oder Motorik schneller loszuwerden gilt. Konfliktiv meist eine Gefahr oder eine chemisch giftige Sache, die loszuwerden oder zu vermeiden ist. Gesicht rachen links rechts brocken rein raus urschlund  arschaische ringform urschlund urmund mandeln rachen mundschleimhaut  speicheldrüsen schilddrüse hypophyse nasenhöhlen Somit sehen wir, warum die linke Rachenseite für unerwünschte Brocken zuständig ist, obwohl wir heutzutage dort die Brocken aufnehmen und sie woanders ausscheiden.

3. Die biologischen Aktivierungen der entodermalen Organe im Rachenraum

Die biologischen Aktivierungen sind somit nun auch sehr leicht herleitbar. Probieren Sie es vielleicht zunächst selbst, bevor Sie weiterlesen!

Der Hypophysenvorderlappen produziert Wachstumshormone. Also geht es rechtsseitig um „ich bin nicht groß/stark genug, um etwas zu bekommen, was ich bekommen muss“. Oder das Begehrenswerte ist außer Reichweite. Linksseitig muss man etwas loswerden, war aber nicht groß/stark genug dafür.

Alle Schleimproduzenten im Mund und Hals (Speicheldrüsen, untere Schleimhaut in Mund und Rachen, Drüsenanteile der Mandeln) sind direkt dafür verantwortlich einen benötigten Brocken zu bekommen oder loszuwerden und reagieren mit erhöhter Sekretbildung. Wobei sich die Gelehrten im Falle der Mandeln noch streiten, was deren genaue Funktion ist. Gemäß den 5BN sehen wir jedoch klar den beschriebenen konfliktiven Zusammenhang. Die Aktivierung ist also rechts, dass man einen sichergeglaubten und lebensnotwendigen Brocken nicht bekommt, und links eine lebensgefährliche Gefahr, Gift oder „Scheiße“, die man loswerden muss.

Die Schilddrüse reagiert, entsprechend ihrer Hormone, auf „ich war nicht schnell genug, um etwas zu bekommen, was ich unbedingt brauche“ (rechts) oder „ich war nicht schnell genug, um etwas loszuwerden oder etwas zu entgehen, was mir sehr gefährlich war, was ich loswerden musste“ (links).

Vorsicht bei den folgenden Sinneswahrnehmungen. Hier haben wir es nicht mit den bewussten Wahrnehmungen zu tun. Diese finden wir im Ektoderm. Jene im Entoderm sind ur-archaisch, unbewusst und völlig unintellektuell. Hier geht es auch nicht direkt um Aufnahme oder Abgabe von Brocken. Die Aktivierung nimmt einen Umweg. Es geht darum, mit der Sinneswahrnehmung eine Information zu erhalten, die einem den guten „Brocken“ zusichert (rechts) oder einem hilft den gefährlichen „Brocken“ oder eine Gefahr zu vermeiden (links). Versuchen Sie sich also auch hier am besten zunächst selbst die folgenden Aktivierungen herzuleiten.

Der Uraugenbecher (Chorioidea, Enteroidea): Links: „Ich muss eine Gefahr rechtzeitig wahrnehmen, um sie vermeiden zu können, um ihr aus dem Weg gehen zu können.“ Rechts: „Ich muss etwas rechtzeitig sehen, um es zu bekommen, weil ich es dringend brauche“. In der aktiven Phase nimmt man mehr Licht wahr, man sieht heller.

Das Mittelohr und die archaischen Anteile des Ohres: Links: „Ich muss etwas hören, das mir hilft einer Gefahr zu entgehen!“ Rechts: „Ich muss etwas hören, das mir den Brocken zusichert, den ich dringend brauche!“ In der aktiven Phase hört man Geräusche lauter.

Nasenhöhlen: Analog zu den vorhergehenden beiden Beispielen, nur das gleiche mit Riechen.

Tränendrüsen: Die Tränen reinigen das Auge von Fremdkörpern, die die Sicht behindern und stellen seine Gleitfähigkeit sicher. Die Aktivierungen sind praktisch die gleichen wie beim Uraugenbecher, nur dass man „den Brocken“ hier wegen einem Fremdkörper im Auge nicht sehen kann, statt wegen zu wenig Licht. In der aktiven Phase gibt es eine vermehrte Tränenproduktion, um das Auge zu reinigen und es gleitfähig zu machen.

Generelles zu den Aktivierungen des Entoderms

Generell ist zu den Aktivierungen zu sagen, dass sie immer auf einer „unbedingt-Ebene“ stattfinden, speziell im Entoderm. Es geht nicht um „ich hätte gerne“ oder „das mag ich nicht so“. Es geht explizit um „ich brauche diese Sache unbedingt“ oder „ich muss diese Gefahr unbedingt vermeiden“, weil man sonst, in der Konsequenz, sein Leben bedroht sieht – auch wenn man diesen Punkt eventuell noch nicht bewusst reflektiert hat, es fühlt sich zumindest im aktiven Konflikt so an als ob. Nur die eigene Wahrnehmung zählt, nicht das, was wirklich ist. Demnach bringt es auch nichts, einer konfliktaktiven Person zu sagen, dass es eigentlich gar nicht so ist, wie sie glaubt. Denn für die betroffene Person ist es Realität und sie muss für sich erleben, dass es nicht so ist oder dass die Gefahr tatsächlich nicht besteht.

Der „Brocken“ ist immer etwas ganz Konkretes, eine ganz bestimmte Sache. Nicht so etwas wie „das ganze Leben ist scheiße“ oder „die ganze Situation will ich loswerden“. Die Natur funktioniert exakt und es ist in jedem Falle eine einzige genau bestimmbare Sache/Gefahr gemeint, die man haben muss oder die weg muss, weil man sonst in Lebensgefahr ist.

Personen sind keine Brocken. Oft hat man in Zusammenhang mit Personen Brocken-Programme laufen. Der Kernaspekt um den es geht ist dann aber eine Sache um die es zwischen den Personen geht. Vielleicht auch ein „Urteil“ einer Person über eine andere. Niemals jedoch die Person selbst. Bei sexuellen Interaktionen, die den Mund betreffen, kann ein Körperteil ggf. als „Brocken“ wahrgenommen werden. Eine Brust beispielsweise beinhaltet ja durchaus auch tatsächlich „Brocken“ (Milch).

4. Die 6 Qualitäten des Verdauungstraktes

Die Organe des Verdauungstraktes haben insgesamt sechs sog. Qualitäten bzw. Fähigkeiten. Diese Qualitäten werden aktiviert, wenn in einer bestimmten Situation, die einem bestimmten Organ entspricht, ein Konflikt mit der entsprechenden Qualität vorliegt.

Sensorik Sensorik Das unbewusste Überprüfen der chemischen Zusammensetzung des „Brockens“ auf seine Nutzbarkeit. Z.B. ob er nährstoffreich oder giftig ist. Biologische Aktivierung: einen „Brocken“ nicht analysieren zu können.
Motorik Motorik / Peristaltik Die Beförderung des „Brockens“ durch den Verdauungstrakt mittels der glatten Muskulatur. Biologische Aktivierung: einen „Brocken“ nicht weiterbefördern zu können.
Sekretion Sekretion Das Beimischen von Verdauungssäften um den „Brocken“ schlüpfriger zu machen, zu zerkleinern, zu verdünnen oder zu verdauen. Biologische Aktivierung: einen „Brocken“ nicht genügend einspeicheln, auseinandernehmen oder verdauen zu können.
Resorption Resorption Das Ziehen von Nährstoffen aus dem „Brocken“, die durch die Zellmembran ins Blut aufgenommen werden, um sie im Körper zu verwenden. Der „Brocken“ kann hier biologisch Luft, Wasser oder auch Nahrung sein. Die Eingeweideempfindung kann jedoch jede Sache im Außen so wie Luft, Wasser oder Nahrung behandeln und entsprechend reagieren. Biologische Aktivierung: keine(n) Nährstoffe/Nutzen aus einem „Brocken“ ziehen zu können; nicht zu seinen Nährstoffen zu kommen..
Exkretion

Exkretion Das Beimischen von verbrauchten Stoffwechselprodukten zum „Brocken“, der daraufhin ausgeschieden wird. Diese Qualität liegt im Grunde fast gar nicht im Entoderm, sondern fast nur im Ektoderm. Entsprechend sind die biologischen Aktivierungen auch selten auf den „Brocken“ bezogen. Details im Regelwerk des Ektoderm und der Revierbereiche in Band 2 von „Das System der 5 Biologischen Naturgesetze“. Die dem Brocken beigemischten Stoffe können beispielsweise dazu dienen, dem Stuhl eine besondere Note zu verleihen, um der Markierung des Revieres Nachdruck zu verleihen; also kein entodermales Bedürfnis, da es im Entoderm niemals um soziale Interaktion geht (wie die Festlegung der Rangordnung in der Gruppe [im Endeffekt Sex]).

Hormonproduktion Hormonproduktion Produktion von Hormonen – (vor Kurzem wurde die Hormonproduktion noch zur Sekretion dazu gezählt) Biologische Aktivierung: bezüglich der speziellen Hormonbefähigung nicht ausreichend zu sein um den „Brocken“ zu bekommen oder loszuwerden (das, was die Hormone mir bringen, kann ich nicht ausreichend machen; z.B. bei der Schilddrüse „ich bin nicht schnell genug“).

Für alle 6 Qualitäten gilt das folgende Schema: 2phasigkeit zweiphasigkeit entoderm brocken qualitäten funktion

  1. In der aktiven Phase gibt es die sinnvolle Funktionssteigerung.
  2. In der PCL-A gibt es wegen der Schwellung im Hirnrelais oder lokalen Schwellungen eine Unterfunktion bzw. Fehlfunktion.
  3. In der Epi-Krise gibt es nochmals die gleiche Funktionssteigerung wie in der aktiven Phase, nur stärker. Diese dauert maximal 4 Stunden.
  4. In der Lösungsphase-B gibt es wieder eine leichte Unterfunktion, die sich daraufhin normalisiert.

Es ist also egal ob es also zum Beispiel um Resorption (Nährstoffaufnahme), Motorik (Muskeltätigkeit zum Weiterschieben des Brockens), Sekretion (Sekretbildung) oder eine der anderen Qualitäten geht. Je nachdem welche Qualität konfliktiv „angesprochen“ wird, gibt es in der aktiven Phase (CA) eine Überfunktion. Also im Falle der Resorption eine gesteigerte Nährstoffaufnahme, im Falle der Motorik eine erhöhte Muskelaktivität und im Falle der Sekretion eine vermehrte Sekretbildung. Analog verhält es sich mit den anderen 3 Qualitäten. Ebenso machen alle in der PCL-A eine starke Unterfunktion. Wenn die Motorik in PCL-A stark unterfunktioniert wird der Brocken also vorrübergehend nicht weitergeschoben werden (wir sprechen von „Verstopfung“ wenn es zum Beispiel im Dickdarm geschieht). Eine Speicheldrüse wird in PCL-A kein Sekret mehr bilden und den Mund trocken lassen (was jedoch nicht wirklich geschehen kann, da die anderen Speicheldrüsen diese Trockenheit entsprechend kompensieren würden). Die resorptive Qualität der Nierensammelrohre oder des Dickdarms würde in PCL-A nur schleppend funktionieren und viel Wasser würde einfach durchgehen und ausgeschieden werden. In der Epikrise würde alles entsprechend, wie aus dem nichts, sehr stark überfunktionieren. Hauptsächlich zu bemerken bei der Motorik des Darmes, da diese einen krampfenden Schmerz macht.

Je nachdem welche Qualität welches Organes in welcher Phase ist, ergeben sich eine unzählige Fülle von unterschiedlichen Symptomenkomplexen. Alleine durch die SBS der Organe in Darmnähe ergeben sich Symptome wie unterschiedliche Arten von Durchfall, Verstopfung, unterschiedliche Arten von Blähungen in unterschiedlichen Geruchsarten oder auch verschiedenste Arten der Stuhlbeschaffenheit (zB. schleimig, matschig, hell und oben schwimmend, mit Blutfetzen, kleine feste und schwarze Knödel uvm.) So kann man sich aus den vorhandenen Symptomen, und zum Beispiel einer Stuhlprobe, Rückschlüsse auf die unterschiedlichen SBSe der unterschiedlichen Organe ziehen, und in welcher Phase sie sich befinden. Natürlich haben alle untereinander Einfluss aufeinander und können auch für Kombinationssymptome sorgen. Die Kombinationsmöglichkeiten sind also zu vielzählig, um sie tabellarisch aufzählen zu können.

5. Funktion und Wachstum

Direkt nach der biologischen Aktivierung arbeiten die betroffenen Zellen je nach Intensität der Aktivierung bis hin zu ihrer Maximalkapazität. Es gibt eine umgehende Funktionsverstärkung.

Das Zellwachstum ist erst mal lange nicht zu sehen (erst nach vier bis acht Wochen oder mehr). In der Natur gibt es demzufolge eigentlich kein Zellwachstum, da die Prozesse für kurze Laufzeiten (Sekunden, Minuten, Stunden, selten Tage) ausgelegt sind. Lediglich in unserer Gesellschaft können biologische Aktivierungen so lange aktiv sein, ohne gelöst zu werden. Das Tier in der Natur stirbt, wenn der Konflikt nicht gelöst wird – z.B. durch Verhungern oder Getötetwerden. Es würde also mit einem lebensbedrohlichen Konflikt nicht so lange leben können, dass es jemals zu erkennbaren Zellprozessen kommen könnte. Der Tod würde in jedem Falle vorher eintreten.

Zur Frage des Zellwachstums und der Funktionssteigerung eine vorsichtige Hypothese meinerseits, die jedoch kein gesichertes Wissen darstellt: Vermutlich teilen die Zellen der Althirngewebe sich nur dann, wenn sie an ihrer Belastungsgrenze arbeiten. Wenn eine Zelle also in ihrem Normalzustand z.B. 30% ausgelastet ist und in der CA-Phase dann mit 80% läuft, wird keine Zellteilung stattfinden, sie funktioniert nur entsprechend über. Erst wenn sie dauerhaft mit 100% läuft findet eine Zellteilung statt. Diese Ansicht legt sich mir nahe, da ich viele Prozesse beobachtet habe, die zwar dauerhaft aktiv sind und überfunktionieren, jedoch auch nach Jahren kein Zellwachstum erkennen lassen.

Bei der Funktionssteigerung und dem Zellwachstum geht es stets nur um die Zellen der konfliktiv betroffenen Qualität. Beispiele folgen.

Bei Organen mit resorptiver und sekretorischer Qualität (oft im Darm) gibt es dementsprechend unterschiedliche Arten von Zellwachstum in der CA-Phase.

– Sekretorische und hormonproduzierende Zellen wachsen blumenkohlartig und machen Überfunktion. Es wird mehr vom jeweiligen Sekret oder Hormon produziert. Die fraktale Blumenkohlform bietet die größte Oberflächenkapazität, so dass das Optimum an Funktionssteigerung herausgeholt werden kann.
– Resorptive Zellen wachsen flächig und machen Überfunktion. Die Nährstoffe werden effizienter aufgenommen.
– Die glatte Muskulatur (Motorik) macht Zellwachstum (Myom) und Funktionsver-änderungen. Dieses Zell-Plus kann nicht, wie die anderen, in der PCL-Phase abgebaut werden.
– Zu eventuellen Zellgeschehen der sensorischen Qualität ist noch wenig bekannt.
Restzustände: Gemäß dem dritten biologischen Naturgesetz gibt es bei allen Zellprozessen in der PCL-B-Phase eine Vernarbung. Dadurch wird das Gewebe mit Bindegewebe durchsetzt und verliert an Wirksamkeit. Nach sehr vielen Rezidiven kann es seine Funktion komplett einbüßen. Dies geschieht, wenn das SBS oft erneut notwendig wird und in der Folge seine Notwendigkeit immer wieder verliert und in der gelösten Phase vernarbt.Bei Gewebeproben kann das Gewebe dann nicht mehr eindeutig einem Zelltyp zugeordnet werden, da es ein „Kuddelmuddel“ aus dem ursprünglichen Gewebe und mesodermalem Bindegewebe ist. In veralteten Medizinsystemen war dies ein Hauptkriterium für die unsachliche Diagnose „bösartig“; da das vernarbte Gewebe ohne Funktion ist. Dies gilt für alle Gewebe, nicht nur für das Entoderm.

Noch eine detailliertere Darstellung der Funktion, der Zellzahl und der Schwellung über den kompletten SBS-Verlauf: (Schrittweise Erklärung unter dem Bild)

entoderm althirn Funktionsänderung zellwachstum dhs pcl lösung ca epi schwellung – Die dunkelrot gepunktete Linie steht für das Normalniveau, also die Normalfunktion und die normale Zellanzahl. – Die CA-Phase: Die Funktion steigt direkt an und die Zellzahl vergrößert sich erst nach längerer Zeit. – Man sieht die Funktion bricht nach der Lösung (PCL-A) ein und es gibt eine starke Unterfunktion. – Die überschüssigen Zellen werden bis zum Ende der gesamten PCL-Phase abgebaut. – Die gelb gepunktete Linie in der PCL steht für die Verkapselung, wenn die Zellen nicht abgebaut werden können, für den Fall, dass die nötigen Mikroben fehlen. Diese Zellen bleiben für immer an Ort und Stelle stehen. – Es findet eine leichte Schwellung statt. Im Entoderm sind die Schwellungen sehr gering. Im Neu-Mesoderm und Ektoderm können sie sehr groß werden. – In der Epi-Krise werden die Schwellungen ausgeleitet. Dementsprechend lässt die Schwellung rapide nach, und die Funktion normalisiert sich schnell wieder, da das Hirnrelais und das Organ ebenfalls nicht mehr durch die Schwellungen behindert werden.

6. Raumforderungen im Entoderm

Zu welchen Zeitpunkten im Verlauf der Zweiphasigkeit eines speziellen SBS, kann man im Entoderm große Raumforderungen von Geweben feststellen?
– Zunächst einmal kann die Raumforderung in der CA-Phase sein, denn dort findet das Zellwachstum statt. Es braucht jedoch einen längeren Zeitraum der Daueraktivität, der weit jenseits von einigen Monaten liegt.
– Wenn ein Prozess in der CA-Phase deutlich gewachsen ist, wird dieser auf jeden Fall auch zu Beginn der PCL-Phase noch sichtbar sein. Dann wird er entweder abgebaut oder verkapselt. Dies ist von der Präsenz der entsprechenden Mykobakterien abhängig (siehe viertes biologisches Naturgesetz).
– Falls keine Mykobakterien da sind, um die überschüssigen Zellen abzubauen, werden diese über das Programm hinaus für immer an Ort und Stelle bestehen bleiben.
Man sieht also, Raumforderungen kann es in jeder Phase, auch nach Ablauf des Programmes geben. Zur Unterscheidung der Phasen gibt es trotzdem einige Möglichkeiten.
Zunächst der biologische Konflikt. Wenn dieser aktiv ist, muss der Prozess in der aktiven Phase sein. Wenn die Funktion des Gewebes gesteigert ist, handelt es sich ebenfalls um die CA-Phase oder um die Epi-Krise (dauert maximal vier Stunden).
Wenn es einen verkäsenden Abbau (Tuberkulose, Eiter) gibt, muss der Prozess in der PCL-Phase sein. Ebenso spricht eine starke Unterfunktion des Gewebes für die PCL-Phase.
Eine Raumforderung im Endzustand wäre einerseits verkapselt, andererseits könnte sie seit Jahren oder Jahrzehnten unverändert sein.
Wenn eine Raumforderung direkt unter der Oberfläche liegt, würde sie in der PCL-A-Phase Schmerzen machen. Wie zum Beispiel eine Mandel. Über ihr liegt die sensible Mundschleimhaut des Ektoderms. Wenn die Mandel langsam wächst, würde man davon im Schmerzsinne nichts merken. Wenn die Mandel jedoch schnell wächst, und dies ist nur durch die Schwellung zu Beginn der PCL-A möglich, wird die darüber liegende Hautschicht gespannt und tut weh.
Es gibt also in jedem Falle genug Eckpunkte anhand derer man die Phasen logisch unterscheiden kann.

7. Die entodermalen Organe und ihre Qualitäten und Eigenschaften

Es folgt eine Liste der Organe des Entoderms, inklusive ihrer Qualitäten und Eigenschaften. Dazu noch die Arten der biologischen Aktivierungen, die sich aus den Funktionen automatisch ergeben und somit nach Verständnis hergeleitet werden können.  

Chorioidea/Enteroidea:

SensorikSensorik – Archaisches Hell/Dunkel-Sehen, um z.B. Gefahr rechtzeitig wahrzunehmen

Biologische Aktivierung: etwas sehen oder erkennen zu müssen, das man im positiven Sinne braucht (rechts) oder etwas rechtzeitig sehen oder erkennen zu müssen, um es rechtzeitig zu vermeiden (links)

Ziliarkörpermuskulatur und Irismuskulatur:

MotorikMotorik – zum besseren Sehen. Die glatte Muskulatur des Ziliarkörpers ist für die unwillkürliche Beugung der Linse zuständig, um scharf zu sehen. Die Muskulatur hat auch quergestreifte Anteile (von der Großhirnrinde innerviert) mit denen wir willkürlich scharfstellen können. Die Irismuskulatur funktioniert äquivalent zur Enteroidea. Sie reguliert, wie viel Licht ins Auge gelangt. Im Normalbetrieb wird sie bei Dunkelheit größer, in Helligkeit kleiner, was man äußerlich an der Größe des Pupillenloches sieht. In Konfliktaktivität wird sie dauerhaft geweitet, um mehr Licht zu bekommen, um besser zu sehen.

Biologische Aktivierung: gleich wie bei der Enteroidea obendrüber

Tränendrüsen:

SekretionSekretion – um Fremdkörper aus dem Auge zu entfernen und das Auge gleitfähig zu machen, um eine gute Sicht zu gewährleisten

Biol. Aktivierung: gleich wie bei den anderen archaischen Anteilen des Auges obendrüber

Archaische Anteile des Mittelohres, Mittelohrschleimhaut:

 SensorikSensorik, SekretionSekretion – Archaisches Geräusche-Hören, um notwendigen Brocken (rechts) oder Gefahr rechtzeitig zu hören

Biologische Aktivierung: eine Information hören zu müssen, die einem hilft etwas zu bekommen (rechts) oder eine Gefahr rechtzeitig zu vermeiden oder loszuwerden (links)

Becherzellen der Bronchien:

SekretionSekretion – Einschleimen der Bronchien, um Fremdkörper zu entfernen und die Luft anzufeuchten (bessere Gleitfähigkeit)

Biol. Aktivierung: Fremdkörper in der Lunge, „nicht atmen können“; Erstickungskonflikt

Lungenalveolen:

ResorptionResorption – Aufnehmen des Sauerstoff-Brockens ExkretionExkretion – Abgabe von CO2

Biologische Aktivierung: Mehr Sauerstoff zu brauchen (z.B. für die Flucht)

Vorhöfe des Herzens:

MotorikMotorik, schnellerer Rhythmus der Vorhöf

Biologische Aktivierung: Die Funktion des Herzens ist nicht gut genug. Dies kann als normaler Ausgleichsmechanismus geschehen. Oft ist es jedoch der von außen eingeflößte Glaube, dass das Herz nicht stark genug oder kaputt sei, der dieses SBS notwendig werden lässt. Dieses SBS ist konfliktiv daher eng verzahnt mit den anderen drei SBSen des Herzens (Perikard, Alt-Mesoderm; Myokarde, Neu-Mesoderm; Periinsuläre Relais, Ektoderm).

Nierensammelrohre:

ResorptionResorption von Wasser (ca. 99% werden immer rückresorbiert, 1% pinkeln wir aus)

Biologische Aktivierung: ohne Bezugspunkte zu sein, alleingelassen sein, ungeborgen sein, schlecht versorgt zu sein, alles verloren zu haben, „wie ein Fisch in der Wüste“, „Flüchtlingskonflikt“

Nebennierenmark:

HormonproduktionHormonproduktion (Adrenalin, Noradrenalin)

Biologische Aktivierung: unerträglich starker Stress, durchhalten müssen

Schilddrüse und Nebenschilddrüse:

HormonproduktionHormonproduktion (Trijodthyronin, Thyroxin, Calcitonin)

Biologische Aktivierung: nicht schnell genug zu sein oder nicht schnell genug reagieren zu können, um etwas zu bekommen (rechts) oder loszuwerden (links); bei der Nebenschilddrüse geht es mehr um die Schnellkraft als um die Geschwindigkeit

Hypophysenvorderlappen:

HormonproduktionHormonproduktion (TSH, ACTH, FSH, LH)

Biologische Aktivierung: man ist zu klein, um etwas zu bekommen (rechts) oder loszuwerden (links); der „Brocken“ ist außer Reichweite oder zu schwer; man muss größer sein

Prostata:

SekretionSekretion – die Trägerflüssigkeit des Spermas wird produziert

Biologische Aktivierung: nicht Manns genug zu sein; nicht alle Frauen besamen zu können; nicht mehr jung und knackig sein zu können, Befruchtungskonflikt (zu beachten sei, dass selbstauferlegte sexuelle Zurückhaltung unnatürlich ist)

Entodermale Anteile der Ovarien oder Hoden:

SekretionSekretion – Produktion der Ovogonien oder Spermatogonien zur Fortpflanzung

Biologische Aktivierung: schwerer Verlustkonflikt von geliebtem Wesen

Eileiter:

SekretionSekretion um den Sperma besser transportieren zu können

Biologische Aktivierung: schwanger sein zu wollen; sexuell ausgenutzt zu werden, dass man für den Sex benutzt wird, aber nicht, um seiner Rolle als Frau und Mutter nachzukommen

Gebärmutterkörperschleimhaut:

SekretionSekretion, um den Sperma besser transportieren zu können ResorptionResorption – flächiges Wachstum um bessere Einnistung der Eizelle zu ermöglichen (die PCL hiervon hat eine Frau ca. alle 28 Tage; „habe die Regel“)

Biologische Aktivierung: schwanger sein zu wollen; sexuell ausgenutzt zu werden, dass man für den Sex benutzt wird, aber nicht um seiner Rolle als Frau und Mutter nachzukommen, „was stimmt nicht mit mir, dass ich nicht schwanger werden kann/darf?“

Gebärmuttermuskulatur:

MotorikMotorik, zur Bewegung oder zum Festhalten des ungeborenen Kindes.

Biologische Aktivierung: bezüglich dem Behalten oder Loswerden des Kindes – später auch des schon geborenen Kindes, wenn es womöglich das heimische Nest verlassen will und es sich biologisch so anfühlt wie das Nicht-Festhalten-Können des Kindes in der Gebärmutter.

Bartholinsche Drüsen der Vagina:

SekretionSekretion, um dem Penis ein leichteres Eindringen und Gleitfähigkeit zu ermöglichen

Biologische Aktivierung: Penis kann nicht in Vagina eindringen, den Beischlaf nicht vollziehen zu können

Smegma-produzierende Zellen des Penis:

SekretionSekretion, um dem Penis ein leichteres Eindringen in die Vagina zu ermöglichen

Biol. Aktivierung: Penis kann nicht in Vagina eindringen, den Beischlaf nicht vollziehen zu können

Blasenschleimhaut:

SekretionSekretion, um verirrte „Klümpchen“ (z.B. Abbauprodukt aus Niere kommend) zu zerkleinern

Biologische Aktivierung: Eine Schweinerei (im übertragenen Sinne) loswerden müssen; fast genau wie letzter Teil des Darmes; etwas nutzloses oder gefährliches Loswerden müssen

ResorptionResorption von Urin; biologische Aktivierung unbekannt

Nun folgen die Organe, die den Nahrungsbrocken betreffen, in der Reihenfolge, die dem Weg des Brockens durch den Verdauungstrakt entspricht. Dabei bitte den Konfliktinhalt im Verhältnis zur Stelle im Verdauungstrakt beachten. Die Art der biologischen Aktivierung entspricht immer exakt der Art des Brockens, der an der entsprechenden Stelle vorzufinden ist.

Im Mundbereich z.B. ein Brocken, den man noch nicht besitzt oder loswerden will (archaische Ringstruktur beachten); im Magen einen Brocken, den man schon besitzt aber die Nährstoffe noch nicht rausziehen kann; im Enddarm einen Brocken, der nur noch weg soll und keinen Wert mehr für einen hat und unnütz ist, da an dieser Stelle die Nährstoffe schon rausgezogen wurden; und so weiter.

Schleimhaut der Nase:

SekretionSekretion, um Luft zu befeuchten SensorikSensorik, um Nährstoffzusammensetzung des Brockens zu analysieren, bevor dieser einverleibt werden soll

Biologische Aktivierung: etwas riechen zu müssen, um es zu bekommen oder in Sicherheit zu gelangen (rechte Seite) oder etwas riechen zu müssen, um es zu vermeiden oder um etwas loszuwerden (linke Seite)

Speicheldrüsen, Mandeln, Mundschleimhaut, Rachen:

SekretionSekretion – Brocken geschmeidig machen

Biologische Aktivierung: etwas unbedingt bekommen zu müssen (rechts) oder etwas unbedingt loszuwerden oder vermeiden zu müssen (links)

Speiseröhre:

SensorikSensorik – unbewusstes Schmecken und Riechen; der Brocken wird auf seine chemische Zusammensetzung analysiert; ist er gut oder gefährlich?

Biologische Aktivierung: den „Brocken“ (eine Sache, die in das eigene Leben kommt) nicht auf ihre Qualität oder Gefährlichkeit abschätzen zu können Sekretion, um den Brocken schlüpfrig zu machen

MotorikMotorik, um den Brocken zu bewegen (daher kann man auf dem Kopf stehend Wasser trinken, die Muskulatur schiebt den Brocken gänzlich alleine in den Magen)

Biologische Aktivierung: etwas nicht bekommen zu können, das man schon quasi sicher hatte – biologisch: der Brocken hängt in der Speiseröhre fest und geht nicht weiter in den Magen

Magen:

SekretionSekretion – Säure um den Brocken chemisch zu zersetzen MotorikMotorik, um die Nahrung zu durchmischen

Biologische Aktivierung: es geht um etwas, das einem gehört oder zusteht, aus dem man jedoch noch nicht die Nährstoffe oder seinen Vorteil rausziehen kann; der Brocken kann also nicht für die Nährstoffresorption (im Dünndarm) vorbereitet werden, um das rauszuziehen, was man braucht; der Brocken geht weder weiter noch zurück; gleichbedeutend ist physiologisch bedingt z.B. auch ein dickes Steak im Magen, das schwer verdaulich ist. „Es liegt einem im Magen“.

Zwölffingerdarm (Duodenum):

SekretionSekretion MotorikMotorik, um Brocken weiterzuschieben ResorptionResorption, um ein bisschen Wasser aufzusaugen

Biologische Aktivierung: aus einem Brocken, der einem gehört oder zusteht, nicht die Nährstoffe bzw. seinen Vorteil rausziehen können

Leber:

SekretionSekretion der Galle ResorptionResorption – Nährstoffe im Darm gehen ins Blut und werden in der Leber gespeichert: Glykogen, damit im Notfall Zucker gebildet werden kann

Biologische Aktivierung: Verhungerung, „wie komme ich zu meinen Brocken/lebensnotwendigen Substanzen?“

ExkretionExkretion über Galle, Ektoderm; Bilirubin (altes Blut) und Giftstoffe werden dem Brocken beigemischt; dies bewahrt den Stuhl vor dem Gären im Darm

Biologische Aktivierung: Biologische Aktivierung kann in diesem Falle nicht logisch nach der Organfunktion abgeleitet werden, da das Programm nicht im Entoderm liegt, sondern in den Revierbereichen des Ektoderms, welches anderen Regeln unterlegen ist; es ist ein „Identitätskonflikt“ oder „Revierärgerkonflikt“ („jmd. stiehlt einen Teil meines Reviers“).

Bauchspeicheldrüse:

SekretionSekretion – Produktion von Verdauungsenzymen, die den Brocken chemisch aufspalten und für die Resorption im Dünndarm vorbereiten

Biologische Aktivierung: einen Brocken, der einem gehört oder zusteht, nicht zu seinem Vorteil zerlegen zu können; eine Sache gehört schon mir, wird mir aber nochmal weggenommen, „Streit um den Brocken“

Dünndarm (Ileum & Jejunum):

ResorptionResorption, die eigentliche Aufnahme der Nährstoffe aus der Nahrung

Biologische Aktivierung: der schon vorhandene Brocken, kann nicht zum eigenen Vorteil umgesetzt werden; „wie komme ich zu meinen Brocken/Nährstoffen?“; „ich bekomme den falschen Brocken“ (auch bei Glaube an falsche Ernährung; wenn man glaubt, man nimmt schlechte Nährstoffe zu sich); auch bei Baby dem plötzlich die Muttermilch entzogen und auf Brei umgestellt wird.

MotorikMotorik, SekretionSekretion um den Brocken weiterzubewegen

Biologische Aktivierung: der obere (Jejunum) und untere (Ileum) Dünndarm müssen hier unterschieden werden. Im Oberen geht es noch um das Bekommen des Brockens; im Unteren geht es bereits um einen Brocken, dem man seine Nährstoffe entzogen hat; im Jejunum geht es also konfliktiv darum, aus einem Brocken die Nährstoffe/Vorteile nicht rausziehen zu können, im Ileum darum einen weitestgehend nutzlosen Brocken loszuwerden oder zu vermeiden – zum weiteren Verständnis siehe biol. Aktivierung im Dickdarm

Dickdarm (inkl. Appendix und Blinddarm):

ResorptionResorption, Wasser wird aus dem Brocken gezogen, um es nicht zu verlieren, der Brocken wird dadurch eingedickt und für die Ausscheidung bereit gemacht. Ebenso werden Gase resorbiert.

MotorikMotorik, um den Brocken weiterzubewegen

SekretionSekretion, um den Brocken mit Schleimschicht zu überziehen

Biologische Aktivierung: ich muss einen nutzlosen Brocken bzw. eine Gefahr unbedingt loswerden, aber vorher muss ich noch etwas für mich herausziehen; ich muss den „Scheiß“ loswerden und darf dabei nichts verlieren

Mastdarm und Rektum:

MotorikMotorik, um den Brocken weiterzubewegen – dies hat nichts mit der Ausscheidung zu tun, diese geschieht willkürlich in der Großhirnrinde, alles im Entoderm verläuft unwillkürlich

SekretionSekretion, um den Brocken mit Schleimschicht zu überziehen

Biologische Aktivierung: einen Scheißdreck oder eine Gefahr unbedingt loswerden zu müssen, da es hier nahrungstechnisch um einen nährstofftechnisch völlig nutzlosen Brocken geht, der nur noch Kot ist

Die einzelnen Qualitäten, von Organen mit mehreren Qualitäten, können einzeln und zusammen laufen. Doch man kann sagen, dass Sekretion und Motorik „gerne“ zusammen laufen, da sie beide dem Weiterbefördern des Brockens dienen. Doch im Endeffekt ist es von der exakten biologischen Wahrnehmung im Aktivierungs-Moment abhängig, welche Qualitäten genau laufen. Konfliktbeispiele folgen später.

Beispiele organischer Symptomatiken

Einige Beispiele von Symptomatiken und welche Organteile in welcher Phase dies bedingen. Dies ist zum mitdenken und verstehen gedacht.In fetter Schrift steht das Symptom da, danach in dünner Schrift die Auflösung. Ich rate dazu erst das Symptom zu lesen und sich anhand der obigen Informationen zu versuchen herzuleiten, wodurch es bedingt sein kann. Also besser erst auf die Auflösung schauen, nachdem man sich selbst Gedanken gemacht hat, damit ein Lerneffekt eintreten kann.

  1. Schleim im Stuhl SekretionSekretorische Qualität eines Darmabschnittes in CA oder in Epi-Krise (also erhöhte Schleimproduktion).
  2. Kein oder kaum noch Harndrang und Gewichtszunahme ResorptionResorption der Nierensammelrohre in CA; erhöhte Wasserrückresorption, daher kaum noch Ausscheidung von Wasser; Wassereinlagerung. Die Epi-Krise würde trotz gleicher Symptomatik nicht weiter auffallen, weil es normal ist, wenn man 4 Stunden nicht Pinkeln muss.
  3. Plötzlicher Durchfall MotorikMotorische Qualität des Dünndarms in Epi-Krise; der Brocken wird ganz schnell weitergeschoben bis in den Enddarm; der Brocken wird schneller geschoben als die resorptive Qualität des Dickdarms Wasser aus dem Stuhl ziehen könnte, daher bleibt er flüssig.
  4. Heller/weißer Stuhl der im Klo oben schwimmt ExkretionExkretorik; Gallengänge (Ektoderm) in PCL-A; durch Schwellung der Gänge kann kein Bilirubin (Stoffwechselendprodukt des Blutes das den Stuhl braun färbt) und kein Gallensaft mehr austreten und somit dem Stuhl nicht beigemischt werden. Die Gärung wird somit nicht verhindert, der Stuhl wird „luftig“.
  5. Kleine, sehr harte, sehr dunkle Stuhl-Kügelchen Abhängig von 2 Dingen: a) ResorptionResorptive Qualität des Dickdarms in CA (oder evtl. Epi-Krise); es wird extrem viel Wasser aus dem Stuhl gesaugt, er wird ganz hart; b) MotorikMotorische Qualität des Dickdarms in PCL-A; durch die Unterfunktion hat der Dickdarm viel mehr Zeit dem Stuhl das Wasser zu entziehen.
  6. Rumoren im Magen MotorikMotorische Qualität des Magens in CA (oder Epi-krise); Magen versucht Nahrung durchzumischen.
  7. Nahrung kommt unverdaut wieder hinten raus SensorikSensorische Qualität (Zunge) weiß nicht ob ein Brocken giftig oder nahrhaft ist; infolge dessen wird der gesamte Verdauungstrakt auf Durchzug gestellt und der Brocken wird nicht verarbeitet; ODER SensorikSensorik ist in PCL-A; sie macht also Unterfunktion und nimmt den hereinkommenden Brocken nicht wahr und aktiviert den Verdauungstrakt nicht, der den Brocken unbemerkt durchschiebt.
  8. Dunkles Blut im Stuhl Epi-Krise oder PCL-B eines Darmabschnittes bei dem ein Tumor abgebaut wurde; in der CA, während des Zellwachstums, werden neue Blutgefäße zum Tumor gelegt um diesen zu versorgen. Beim Abbau liegen diese Blutgefäße zeitweise offen und Blut tritt aus, welches über den Stuhl ausgeschieden wird.
  9. Geschwollener Bauch durch viel Luft im Darm PCL-A der Resorptionresorptiven Qualität des Dickdarms; durch die verminderte Resorption wird die Luft nicht mehr aufgenommen.
  10. Seit Tagen keinen Stuhlgang PCL-A der MotorikMotorik des Darms; durch die Unterfunktion der Motorik wird der Stuhl nicht weitergeschoben.
  11. Alle Geräusche stören und sind sehr laut SensorikSensorik des Mittelohres in CA; die Sensorik ist verstärkt und Geräusche werden lauter gehört, Stimmen jedoch nicht (diese werden vom Neuhirn-Hören wahrgenommen nicht vom archaischen Althirn-Hören).
  12. Dunkelbrauner, schwerer, fettiger, klebriger Stuhl ExkretionExkretorik; Gallengänge in Epi-Krise; in der Epikrise wird ein großer Schwall Gallensaft in den Darm geschwemmt und dem Stuhl beigemischt.
  13. Beim Atmen hört man Wasser in der Lunge gurgeln SekretionSekretorische Qualität der Becherzellen der Lunge in CA; durch die Überfunktion ist viel Schleim in der Lunge [Zur Komplettierung: Gurgeln in der Lunge auch möglich bei PCL der Pleura (Alt-Mesoderm) und in der PCL-A des linken Herzventrikels (Neu-Mesoderm)].
  14. Darmkolik für bis zu 4 Stunden MotorikMotorische Qualität, glatte Muskulatur eines Darmabschnittes in Epi-Krise – Schmerzen weil die quergestreifte Muskulatur und die Gefäße mit der glatten Muskulatur in der Epi-Krise mitreagieren und diese dann schmerzen.
  15. Lichtempfindliche Augen SensorikSensorik der Choroidea in CA; durch Überfunktion stärkere Sensibilität für Licht, man sieht heller.

8. Aktivierungsbeispiele

Ursprünglich sind die Aktivierungen natürlich auf den realen Brocken bezogen. Doch Dinge außerhalb des Körpers werden von uns heutzutage häufig gleichsam wahrgenommen und mit dem realen Brocken in Verbindung gebracht. Diese Brocken von außerhalb können somit die gleichen Sonderprogramme notwendig machen. Alles, was direkt oder auch sinnbildlich mit dem Überleben zu tun hat, kann als vitales Element betrachtet werden, biologisch „Brocken“ genannt. So wie offensichtlich Geld auch ein erwünschter Brocken ist, obwohl wir Geld nicht essen, da es in der Konsequenz meist an unser Überleben gekoppelt ist. Doch auf der Instinktebene werden Dinge von außerhalb mit den zum Überleben notwendigen Stoffen in Verbindung gebracht, wie zum Beispiel das Geld, das zum Kauf von Nahrung dient. Jemand, der die Erfahrung gemacht hat, dass er auch ohne Geld überlebt, wird durch Abwesenheit von Geld eher keine ernsthaften Programme starten. Wenn Geld für einen jedoch in der Konsequenz mit Nahrung gleichgesetzt ist, kann der Verdauungstrakt das Geld so behandeln als wäre es Nahrung, obwohl es sich nicht wirklich physisch im Verdauungstrakt befindet oder dort rein sollte.
Die Palette der Aktivierungsmöglichkeiten ist hier jedoch unbegrenzt, abhängig davon, was der Einzelne als lebensnotwendige oder „giftige“ Sache betrachtet. Die folgenden Beispiele sollen nur dazu dienen, ein Verständnis des Schemas zu ermöglichen. Es soll auf keinen Fall gedacht werden, dass die Aktivierung genauso sein müssten wie hier dargestellt. Nahezu jede Situation kann theoretisch auf jede Art und Weise vom Individuum interpretiert werden und nur die individuelle, archaische Interpretation der Situation ist entscheidend.
SensorikUnbewusste Brocken-Sensorik der Zunge: Dieses archaische Schmecken im Althirn analysiert lediglich, ob ein Brocken giftig oder nahrhaft ist. Im Neuhirn, beim bewussten Schmecken, können wir sagen „dies ist eine Kartoffel, dies ist ein „Apfel“, im Entoderm jedoch nicht. Konfliktiv geht es hier darum, den „Brocken“ zu analysieren, ob er gut oder giftig für einen ist. Also die Angst, sich an etwas zu vergiften, egal, ob durch reale Nahrung oder eine Sache von außerhalb.
Beispiele:
  1. Eine Frau mit einem strengem „gesunden“ Ernährungskonzept erbricht die Nahrung wieder und hat Durchfall. Das Problem ist, dass sie das Gefühl hat, sich an der Nahrung zu vergiften. Denn ihr Ernährungskonzept sagt ihr, dass das spezielle Essen aus bestimmten Gründen schlecht für sie ist. Diese gedachte Gift-Wahrnehmung veranlasst den Körper dazu die Nahrung als Gift zu behandeln und sie muss erbrechen und kriegt Durchfall. Das heißt die rechte Hälfte des Verdauungstraktes kehrt seine Motorik Richtung Mund um, und die linke Hälfte des Verdauungstraktes beschleunigt die Motorik Richtung After. Manche reagieren gleichsam auf Medikamente, weil sie Medikamente für ganz schädliches Gift halten.
  2. Eine Frau will mit ihrem Freund zusammenziehen. Sie weiß nicht, ob sie sich „an ihm vergiftet“. Das heißt, sie weiß nicht, ob die Idee der gemeinsamen Wohnung eine gute Idee ist oder eine ganz schlechte. Die Brocken-Sensorik schaltet auf „weiß nicht“ und der Verdauungstrakt schaltet dementsprechend auf Durchzug. Bei ihr kommt die Nahrung unverdaut wieder hinten raus. Als sie zusammen gezogen sind und alles sich als gut herausstellte, normalisierte sich ihre Verdauung wieder.
  3. Zwei Männer leiten zusammen eine Firma. Mann 1 holt einen neuen Partner ins Boot. Mann 2 hält von diesem nichts und glaubt, dass die ganze Firma sich an ihm „vergiftet“, dass er der Firma wirtschaftlich sehr schädlich sein wird. Mann 2 kriegt die gleichen Symptome wie die Frau in Beispiel 1.
  4. a) Man ist in einem fremden Land; das Wasser hat eine andere Zusammensetzung die der Körper so nicht kennt, nicht dran gewöhnt ist, und somit direkt wieder zu entsorgen versucht (Durchfall, Erbrechen). b) Man ist in einem fremden Land und hat vorher erzählt bekommen, dass dort das Leitungswasser eine ganze niedrige Qualität hätte oder vergiftet sei. Der Körper versucht das als giftig eingeschätzte Essen dementsprechend loszuwerden (Durchfall, Erbrechen).
  5. Arzt sagt einem Mann „Sie haben Laktose-Intoleranz“. Seitdem reagiert er „extrem“ auf alles, das Milch beinhaltet und fühlt sich darin bestätigt, dass Laktose für ihn schlecht sei.

SensorikArchaisches Hören des Mittelohrs: Rechts geht es darum, etwas zu hören um einen Hinweis auf einen gewollten „Brocken“ zu erhalten, und links geht es um den auditiven Hinweis auf den gefährlichen „Brocken“. Also rechts hört man etwas dem man folgt, und links etwas vor dem man flieht.

  1. Ein Mann ist den ganzen Tag mit dem rechten Ohr (unbewusst) „auf der Lauer“ um das Klingeln das Telefons zu vernehmen, weil er eine Zusage zu einem Job erwartet den er unbedingt kriegen muss. Er hört auf dem rechten Ohr alles viel lauter als sonst. Nachdem er die Zusage bekam, ging er in Lösung: er war auf dem rechten Ohr zunächst fast taub (PCL-A, Unterfunktion), er hat Ohrweh und ihm ist schwindelig (Schwellung); in der PCL-B läuft Wasser aus seinem Ohr (Tumor-Abbau). Er hatte nach Konfliktlösung eine „Mittelohrentzündung“.
  2. Ein kleines Mädchen ist sowohl mit dem rechten als auch mit dem linken Ohr auf der Lauer. Mit dem rechten hört es immer ob die Mutter in der Wohnung ist, mit dem linken ob der größere Bruder zu Hause ist. Das Hören der Mutter (rechts) gibt ihr Sicherheit. Das Hören des Bruders (links) steht für die Gefahr, vor der sie fliehen will. Denn immer wenn die Mutter das Haus verläßt, missbraucht der Bruder die kleine Schwester sexuell. Demnach lauscht sie immer an ihrer Zimmertür, ob der Bruder (Gefahr, links) da ist, und ob die schützende Mutter (rechts) da ist. Sie bekommt regelmäßig die gleichen Symptome wie in Beispiel 1, nur beidseitig. Da das Programm jedoch über Jahre stets rezidivierte, verlor sie jedes mal minimal an Hörvermögen und endete nahezu taub.
  3. Ein Mann will sein Haus verkaufen (Brocken loswerden). Er wartet auf die Zusage zum Verkauf/Loswerden und ist mit dem linken Mittelohr aktiv. Symtomatik wie in Beispiel 1, nur links statt rechts.

SekretionSekretion der Speicheldrüsen, der Mundschleimhaut (Submucosa), der Mandeln: Hier geht es um den eigentlichen Prozess des Herunterschluckens und Herausspuckens oder Ausscheidens des „Brockens“. Es geht um „Brocken“ die man unbedingt bekommen oder loswerden muss. Wie in allen anderen Fällen geht es auch hier nicht um „es wäre schön wenn“, sondern um die absolute Notwendigkeit.

  1. Ein Mann hat einen unerwünschten Gast, der sich über mehrere Tage bei ihm aufhält und dabei noch schwitzt und stinkt. Nachdem der Gast sich nach drei Tagen verabschiedet, bekommt der Mann innerhalb von 1-2 Stunden eine dicke Mandel auf der linken Seite (PCL-A) die für drei Tage dick bleibt.
  2. Ein Mann sieht täglich die leicht bekleidete jüngere Schwester der Ehefrau und würde diese gerne mal „einspeicheln“ (beim Sexualakt an ihr lutschen oder so). In diesen Momenten gibt es eine Überfunktion der Speicheldrüse, dass er schon fast sabbert. Wenn sie weg ist, und der Konflikt gelöst ist, ist die Speicheldrüsen vorrübergehend nahezu inaktiv (Unterfunktion in PCL-A) und läßt die Stelle des Mundes trocken.
  3. Ein arbeitsloser Mann wird vom Arbeitsamt eingeladen und will eigentlich gar nicht arbeiten und nicht von ihnen belästigt werden. Er macht sich die ganze Zeit Gedanken um diesen Termin. Irgendwann entschließt er sich nicht hinzugehen. Er ist in diesem Moment die Gefahr losgeworden. Seine linke Mandel schwillt an (PCL-A).
  4. Ein Mann arbeitet an einem Projekt das für ihn sehr wichtig ist. Einen elementaren Baustein des Projektes bekommt er von jemand anderem. Als dieser jedoch Andeutungen macht, dass er keine Zeit und Lust dazu hat, wird der Mann konfliktaktiv mit der rechten Mandel. Er findet sich langsam damit ab das Projekt ohne dieses Element fertigen zu müssen und sucht nach Alternativen. Unerwarteterweise erklärt der Partner sich plötzlich doch bereit dazu ihm den „Brocken“ zu besorgen. Der Mann geht in Lösung und seine rechte Mandel schwillt an.

HormonproduktionHormonproduktion des Hypophysenvorderlappens: Konfliktiv geht es, gemäß der Hormonfunktion, um die eigene Körpergröße.

  1. Wenn ein kleiner Junge, um alles in der Welt, einen Dunk beim Basketball machen will (den Korb mit der Hand erreichen, um den Ball von oben hineinzustecken), so kann dies das Programm des Hypophysenvorderlappens starten. Dadurch wird das Kind, durch die Überfunktion, sehr groß. Gerade recht zum Basketballspielen. Natürlich nur, wenn der Konflikt oft aktiv ist oder immer wieder aktiviert wird, sodass während der gesamten Wachstumsphase mehr Wachstumshormone bereitgestellt werden. Vielleicht ist der konfliktive Zusammenhang auch eher auf das bezogen, was man durch den erfolgreichen Dunk bekommt, und nicht auf den Dunk selbst. Denn es muss dabei wirklich um etwas Lebensnotwendiges gehen. Nicht um „ich würde gerne so hoch kommen“. Sondern „Ich muss unbedingt daran kommen um zu überleben“
  2. Will ein Kind unbedingt die unerreichbare Schüssel mit den Süßigkeiten erreichen, die die Oma auf den Schrank gestellt hat, eben damit das Kind sie nicht erreicht, kommt es zur gleichen Symptomatik.

Vorsicht: Eine stark abweichende Symptomatik ergibt sich, wenn das Programm immer wieder rezidiviert. Wenn es also immer wieder aktiv und gelöst wird. Denn in der Lösungsphase (speziell PCL-B) vernarbt das betroffene Gewebe bekanntlich. Geschieht dies nun immer wieder, wird die Organfunktion ständig gemindert, bis hin zum völligen, irreversiblen Funktionsausfall. Dies hat, wenn es im Kindesalter passiert, Kleinwüchsigkeit zur Folge.

HormonproduktionHormonproduktion der Schilddrüse: Konfliktiv geht es gemäß der Hormonfunktion um die eigene Geschwindigkeit. Rechtsseitig geht es darum schnell genug sein um einen benötigten Brocken zu bekommen. Linksseitig um schnell genug etwas loszuwerden.

  1. Ein Mädchen kriegt von der Oma viel Geld versprochen, welches sie sich abholen kommen soll. Der Vater kriegt dies mit und ist der Meinung, dass die Tochter das Geld nicht bekommen soll. Er holt das Geld ab. Als die Tochter davon hört, erleidet sie den Konflikt „nicht schnell genug dagewesen zu sein um den Brocken zu bekommen“. Wäre sie vor dem Vater gekommen, hätte sie das viele Geld bekommen. Sie bekam eine Schilddrüsenüberfunktion der rechten Seite der Schilddrüse mit einer anschließenden kurzzeitigen Schilddrüsenunterfunktion, nachdem sie über den Konflikt hinwegkam.
  2. Ein Junge kriegt im Praktikum von seinem Chef angedroht, dass ein anderer Praktikant seinen Platz bekommen soll, weil er zu langsam sei. Ab diesem Moment hat er eine rechtsseitige Schilddrüsenüberfunktion und ist sehr aufgedreht, wuselig und in der Konsequenz schneller. Durch das Engagement, das die Überfunktion der Schilddrüse ermöglicht, kann er den Praktikumsplatz behalten und geht in Lösung (Schilddrüsenunterfunktion mit Müdigkeit wegen verringerter Hormonausschüttung). [Gleichzeitig hatte er einen Revierangstkonflikt die Bronchialschleimhaut betreffend; die Angst sein Revier zu verlieren; dies gehört jedoch nicht zum Entoderm sondern zu den Revierbereichen des Ektoderms]

MotorikSekretionMotorik und Sekretion des Magens: Die Konflikte beziehen sich hier auf einen „Brocken“ den man schon besitzt, der nun aber derart vorbereitet werden muss, dass die Nährstoffe rausgezogen werden können. Beispielsweise ein Haus, das im eigenen Besitz ist, mit dem aber noch keine Mieteinkünfte erzielt werden können, weil die eigene Oma noch drin wohnt oder weil das Haus in einem schlechten Zustand ist. Biologisch geschieht diese Vorbereitung durch Zugabe von Verdauungssekret (Sekretion) und durch Durchmischen der Nahrung (Motorik)

ResorptionResorptive Qualität der Leber: Die Leber, als das zentralste Verdauungsorgan, ist konfliktiv auf die Aufnahme der lebensnotwendigen Nahrung beschränkt. Dies kann einerseits ein realer Engpass von Nahrung sein. Häufig aber auch finanzielle Probleme, durch die man glaubt, sich bald kein Essen mehr leisten zu können. Auch der Konflikt nicht die Nahrung zu bekommen, die man für notwendig hält, sondern andere Nahrung die einem nicht schmeckt oder sonstiges. Auch wenn Arzt einem sagt, man hätte einen Darmtumor und man glaubt man würde jetzt verhungern, weil nichts mehr durch den Darm passt.

SekretionSekretion der Bauchspeicheldrüse/Pankreas: Hier geht es konfliktiv um das Zersetzen des Brockens in seine nährstoffreichen Bestandteile durch Zugabe des Bauchspeicheldrüsen-Sekrets. Oft geht es hier um den „Streit um den Brocken in der Familie“, zum Beispiel bei einer Erbschaft, von der jeder seinen Teil abhaben will. Ein Brocken soll also abgearbeitet oder zerkleinert werden.

Resorption Resorption des Dünndarms: Hier werden die Nährstoffe aus dem Brocken „gesaugt“. Dieses SBS, also die Steigerung der Resorption, wird notwendig, wenn man biologisch „der Meinung ist“ nicht genügend Nährstoffe aus dem „Brocken“ ziehen zu können.

MotorikMotorik der Vorhöfe des Herzens:

  1. Eine Frau hat regelmäßig, aus Sorge um ihr Herz, das SBS des Herzbeutels (Perikard, siehe Seite 145) rezidivieren. Immer wenn der Herzbeutel stark geschwollen ist, und sie sich daraufhin sorgen um ihr Herz macht, fängt ein Vorhof an schneller zu pumpen. Entspannt sie sich später, kommt sie in die PCL-A. In der folgenden Epi-Krise fängt der jeweilige Vorhof wieder an zu flimmern, aus dem Nichts. Da sie sich nun deswegen wieder Sorgen um ihr Herz macht, startet sie direkt wieder die aktive Phase des Vorhofs. Die Epi-Krise geht flüssig in die CA-Phase über und alles beginnt von vorne.
  2. Ein Mann bekam vom Arzt seines Vertrauens gesagt, dass sein Herz zu schwach wäre, das Blut ausreichend durch den Körper zu pumpen. Dies machte umgehend das SBS der Vorhöfe notwendig. Diese Veränderung wurde vom gleichen Arzt später als Bestätigung für eine Fehlerhaftigkeit der Herzfunktion interpretiert.

MotorikResorptionMotorik und Resorption des Dickdarm: Der hier befindliche Brocken ist schon von seinen Nährstoffen befreit. Einzig und alleine ist er noch voller Wasser, welches hier rausgesaugt wird, bevor der Brocken ausgeschieden werden soll. Das heißt es geht hier um seine Sache, Gefahr oder eine Gemeinheit die wir unbedingt loswerden müssen, aus der wir jedoch vorher noch unseren Vorteil oder etwas das uns gehört oder zusteht herausziehen wollen. MotorikSekretionMotorik und Sekretion des Rektums und Mastdarms: Hier beinhaltet der Brocken nichts mehr, was man bräuchte. Man will ihn nur noch weg haben. Also sehr ähnlich dem Dickdarm, nur dass es wirklich um reine „Scheiße“ (Gefahr, Gemeinheit, Schweinerei…) geht, die man schleunigst und ausnahmslos weghaben will.

  1. Ich hatte mal für ziemlich genau eine Woche einen bevorstehenden Gerichtsprozess am Hals. Bei der Sache war von Anfang an klar, dass ich im Recht bin. Trotzdem war ich eine Woche lang panisch, denn ich hörte immer wieder, „auf hoher See und vor Gericht ist man nie sicher“. Ich sagte in der aktiven Phase ständig Dinge wie „ich will den Scheiß nur endlich weg haben“, weil es für mich völlig sinnlos war und ich nichts Positives daraus ziehen konnte. Die Konsequenz einer Niederlage wäre jedoch existenzbedrohend gewesen. Nachdem der Prozess dann endlich kam und auch nach fünf Minuten quasi über die Bühne gebracht wurde, ging ich erleichtert in Lösung. Ich hatte einige Tage lang eine starke Unterfunktion der Rektummuskulatur. Das heißt, der Kot war zwar da, ebenso das Bedürfnis ihn loszuwerden, jedoch war die Weiterbeförderung im letzten Wegstück im Mastdarm sehr langwierig wegen der muskulären Unterfunktion. Gut möglich, dass auch die quergestreifte Rektummuskulatur mitbetroffen war (Konflikt den Scheißbrocken nicht ausscheiden zu können). Danke Dr. Hamer!

Vorsicht!

Man spricht oft von „hässlichen Scheißkonflikten“, „unverdaulichem Ärger“ oder ähnlichem, wenn es um die Konfliktinhalte bestimmter Verdauungstraktanteile geht. Dies mag vielleicht die allgemeine Stimmung der Person gegenüber der Situation sein.

Es geht jedoch immer konkret um eine bestimmte „Sache“, die nicht entsprechend der Organfunktion behandelt werden kann. Ein genereller einhergehender Ärger über bestimmte Personen oder Dinge, die in das Problem involviert sind, hat mit der Brockenthematik an sich nichts zu tun und darf nicht vermischt werden. Beim Mastdarm geht es also niemals um „diese ganze Situation ist scheiße und unverschämt“, sondern es geht um eine konkrete Sache an der Situation, die man als gefährlich betrachtet, die weg muss.

Obendrein kann die „Scheißstimmung“ die Summe aller aktiven Programme sein, nicht jedoch des einzelnen, um das es geht.

Es ist also Dr. Hamers Erfahrung, dass Leute mit bestimmten Sonderprogrammen in der Regel immer das gleiche Vokabular nutzen, um ihren Konflikt zu verbalisieren, welche er dann in seine Tabelle als Ursache schrieb.

Doch diese Beschreibungen entspringen der CA-Phase auf Ebene der Psyche. Die Empfindung kann also das psychologische Symptom sein.

Es hat jedoch nichts mit dem eigentlichen biologischen Konflikt zu tun. Biologische Konflikte sind niemals psychologisch und im Grunde auch nicht wirklich zu verbalisieren. Die Natur kennt keinen „unverdaulichen Ärger“.

Es geht also immer um eine ganz konkrete Sache die für das Überleben notwendig ist oder das Überleben gefährdet. Und Menschen sind keine „Brocken“; Gefahr von Menschen wird in anderen Hirnteilen wahrgenommen.

Weiterführende Texte:

Die Brockensensorik